Ein Abend, der bleibt – Polarlichter am Niederrhein

Es gibt Abende, bei denen man schon beim Hinausgehen spürt, dass etwas Besonderes passieren könnte. Die Luft ist klar, die Umgebung ruhig, und man hat dieses schwer erklärbare Gefühl von Erwartung. Letzte Woche war so ein Abend.


Aurora-Apps
Irgendwann um 19 Uhr schrabbelten die Polarlicht-Apps, nicht eine, alle die ich auf dem Smartphone habe. Sonnensturm erwartet! Eine, die Glendale-App bezifferte die Größe sogar als größter, jemals in der App dokumentierter Sonnensturm (okay, so alt ist die App noch nicht, ich hab sie erst seit drei Jahren).



Also wieder umziehen, Ausrüstung gepackt und ab ging die Post. Eine der dunkelsten Stellen von Rees ist der Damm am Skulturenpark, auch in 2024 habe ich dort schon im juli wunderbare Aufnahmen der Polarlichter machen können.


Polarlichter sind am Niederrhein eine absolute Ausnahme.
Man kennt sie aus Skandinavien, aus Island oder Nordnorwegen – aber nicht aus der eigenen Region. Umso überraschender war es, als sich der Himmel langsam veränderte und zunächst eine große rot-violette Lichtfront den gesamten Nordhimmel erleuchtete.

An der Sonnenskulptur
Sogar Schleier waren zu sehen
und das über eine längere Zeit


Umso mehr freute ich mich, als plötzlich grüne Lichtstrukturen sichtbar wurden.

Zunächst nur schwach unter den roten Lichtern, nur angedeutet, später aber klar erkennbar, ruhig und ausgedehnt. Ein Anblick, den ich hier so noch nie erlebt habe.

Der Himmel wirkte fast unwirklich. Ein großer grüner Bogen erschienen über dem Bärenwall, bewegte sich langsam und ließ mir und den wenigen Zuschauern, die das Schauspiel beim Spaziergang gesehen hatten, reichlich Zeit zum Beobachten und Positionswechsel. Schliesslich wollte ich ja irgendwie Rees mit aufs Foto bekommen.


Was ist Euer Lieblingsfoto?

Ich war an diesem Abend allein unterwegs. Das verstärkte die Wahrnehmung noch einmal. Keine Ablenkung, kein Gespräch, nur der Blick nach oben und das Gefühl, Zeuge von etwas sehr Seltenem zu sein. Solche Momente lassen sich kaum planen – man kann nur vorbereitet sein und hoffen, dass alles zusammenpasst. Als ich dann zum zweiten Mal am Mühlenturm war, hatte ich richtig Glück. Der Bogen zeigte sich genau zwischen Turm und Schaelling-Haus. Ich denke, mit diesem Foto hab ich Reeser-Foto-Geschichte geschrieben.


Gott sei Dank hatte mir Vallerret, der norwegische Outfitter, erst am Tag vorher ein Paar seiner Skadi LRS Fotografen-Handschuhe zum Testen geschickt. Ich hatte sie ausgepackt und wollte sie mir in Ruhe anschauen, jetzt kamen sie direkt zum Praxis-Einsatz. Und was soll ich sagen. Während des gesamten Abends musste ich die Handschuhe kein einziges Mal ausziehen – selbst beim Auf- und Abbau von Stativ, Kamera und Zubehör nicht. Der Liner als Fingerhandschuh erlaubt eine ausreichend präzise Bedienung der Kamera. Der äußere Fäustling lässt sich per Reißverschluss an den Fingern öffnen und festknöpfen, der Daumen lässt sich hälftig zurück klappen, und mit Magneten fixieren, so dass sich alle notwendigen Buttons und Schalter sicher ausführen lassen. In den ruhigeren Phasen bleiben die Finger dennoch vollständig geschützt und warm. Und wenn man den Fäustling dann doch mal ausziehen möchte, halten die Fangriemen den Handschuh sicher am Körper.

Ein wirklich guter Handschuh, der Funktionalität und Wärme vereint. Lasst mich das hier als Werbung kennzeichnen, die Handschuhe habe ich ja zum Test bekommen.

Am nächsten Morgen bei Bearbeitung der Fotos. Gut zu sehen, Magnethalterungen, Zusatzfach für Heatpacks, Bündchen & Stulpen

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner